Canepädagogik
Der Begriff Canepädagogik bedeutet Pädagogik mit dem und durch den Hund. Er ist ein Neologismus und leitet sich von dem lateinischen Wort für Hund (Canis) ab.
Während Pädagogik als Wissenschaft der Erziehung und Bildung heute oftmals den Schwerpunkt auf die Bildung (z.B. Schule) legt, konzentriert Canepädagogik sich im Bereich der Erziehung. Sie will Kinder in erster Linie wieder erziehungsfähig und -willig machen, sie in die Gemeinschaft integrieren, um dann mittelbar auch Bildung zu ermöglichen.
Canepädagogik dient der Arbeit mit verhaltensauffälligen, beziehungsgestörten Kindern und Jugendlichen, zu denen der Zugang aufgrund ihrer Biographie auf normalem Wege (z.B. Beratung) erschwert oder gar unmöglich geworden ist.
Kinder, die gelernt haben, niemandem zu vertrauen, sich nur auf ihre Fäuste zu verlassen und jedem Problem mit Gewalt oder Flucht zu begegnen, sind nicht nur für Erzieher und Therapeuten eine (oft zu) große Herausforderung, sondern stellen sich selbst und ihr Umfeld vor immer größere Probleme.
Gemäß § 1 Abs. 1 KJHG hat aber jeder junge Mensch das Recht auf die Förderung seiner Entwicklung und auf die Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Um verhaltensauffälligen Kindern, die eben nicht eigenverantwortlich oder gemeinschaftsfähig und darüber hinaus selten förderungs- oder erziehungswillig sind, zu ihrem Recht zu verhelfen, bedarf es einer speziellen und gezielten pädagogischen Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, die ihnen angebotene Hilfe annehmen zu können.
Durch die gezielte Unterstützung eines Tieres im Rahmen von tiergestützter Therapie, finden die Pädagogen oft schnelleren Zugang zu den Kindern.
Hierfür braucht der Hund eine Therapiebegleithundausbildung, in manchen Kreisen auch als Therapiehundausbildung gekannt.
Mehr Informationen auch unter:
www.boerde-hunde.com
www.thmev.de
www.taz-magdeburg.de