Gähnen wird als ein „Beschwichtigungssignal“ bezeichnet. Hunde gähnen, um andere Hunde zu beruhigen oder zu beschwichtigen. Hunde gähnen aber auch in Situationen, die ihnen Angst machen. (BM/TAZ2010)
Gähnen wird als ein „Beschwichtigungssignal“ bezeichnet. Hunde gähnen, um andere Hunde zu beruhigen oder zu beschwichtigen. Hunde gähnen aber auch in Situationen, die ihnen Angst machen. (BM/TAZ2010)
Das Züngeln, also das kurze Aufblitzen der Zunge, die ein kleines Stück gerade aus dem Fang hervorkommt und dann sofort wieder zurückgezogen wird, kann zweierlei bedeuten. Einerseits kann es eine Beschwichtigungsgeste sein, andererseits kann es sich auch um ein Zeichen von Unsicherheit und Unbehagen handeln. Auch hierbei ist die gesamte Körperhaltung des Hundes zu berücksichtigen. Ist die Körperhaltung des Hundes freundlich, ist das Züngeln eine Beschwichtigungsgeste. Ist die Körperhaltung jedoch angespannt und der Hund züngelt aus dem geschlossenem Fang heraus, teilt er mit, dass er sich unwohl fühlt und auch zum Angriff bereit ist. (BM/TAZ2010)
Hunde lehnen sich bei einer Hundebegegnung leicht nach vorn um andere Hunde zu begrüßen und signalisieren, wenn die Mimik Freude ausdrückt und der Schwanz freudig wedelt, dass sie ihrem Gegenüber wohl gesonnen sind. Anders verhält es sich, wenn ein Hund seinen Körper nach vorn neigt, aber die ganze Körperhaltung angespannt ist und gleichzeitig der Fang geschlossen ist. Dann ist der Hund angespannt und bereit, wenn nötig, anzugreifen.
Hunde, deren Körper nach hinten gerichtet ist, signalisieren Angst und Unsicherheit. Diese Hunde dürfen nicht bedrängt werden, indem man direkt auf sie zugeht oder ihnen Streicheleinheiten aufzwingt, da dies eine Bissverletzung zur Folge haben könnte.
In der Menschenwelt gelten Begrüßungen als Höflich, wenn man gerade auf den anderen zugeht und ihm direkt in die Augen schaut. Bei Hunden verhält es sich jedoch ganz anders. Freundliche und höfliche Hunde begrüßen sich, in dem sie sich seitlich nähern. Niemals gehen sie gerade auf den anderen Hund zu. Somit kann ein direkter Blickkontakt, der in der Hundewelt als Aggressionssignal gedeutet wird, vermieden werden. (BM/TAZ2010)
Das Schwanzwedeln wird von den meisten Menschen als das Symbol für Freundlichkeit gedeutet. Doch ein Hund ist nur dann freundlich, wenn der Schwanz entspannt wedelt und das gesamte Hinterteil des Hundes schwungvoll mitwackelt. (BM/TAZ2010)
Hunde signalisieren Unbehagen oder Angriffsbereitschaft, indem sie ihren Körper „einfrieren“ lassen. Sie stehen dann stocksteif und unbeweglich und mit geschlossenem Fang vor ihrem Gegenüber und fixieren diesen. Aber auch beim ausgelassenen Spiel kann man das „Einfrieren“ beobachten, wenn Hunde ihren Status klarstellen wollen. Der Hund, der versucht auf zu reiten, wird sein Vorhaben abbrechen, wenn er vom anderen durch das sekundenschnelle Einfrieren mit gleichzeitiger Kopfdrehung in dessen Richtung signalisiert bekommt, dies zu unterlassen oder sich auf eine ernsthafte Rauferei einlassen zu müssen. Aber auch Menschen müssen bei ihrem Umgang mit Hunden auf ihre Körpersprache achten, denn sie können unbewusst durch eine angespannte Körperhaltung, die von Hunden als Angriffssignal gedeutet werden kann, einen Beißvorfall provozieren. (BM/TAZ2010)
Der offene Fang ist ein Signal für Entspanntheit. Auch Freude wird beim Hund mit einem offenen Fang ausgedrückt. Aber ein offener Fang garantiert beim Hund noch nicht, dass uns dieser freundlich gesonnen ist. Hierzu ist die gesamte Körperhaltung zu beachten. Hunde haben keine Schweißdrüsen und regulieren bekanntermaßen ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Auch Stress wird durch Hecheln geäußert, was den offenen Fang voraussetzt.
Der geschlossene Fang ist ein Zeichen für Angespanntheit und für Konzentration. Auch hier ist die gesamte Körpersprache des Hundes zu beachten, um herauszufinden, ob der Hund aktives aggressives Verhalten zeigen wird. (BM/TAZ2010)
Hunde haben eine erstaunliche Beobachtungsgabe. Sie können kleinste Veränderungen in unserer Mimik, Gestik und Stimmlage wahrnehmen. Dies liegt in der Natur eines Hundes. Die Reaktionen, die der Hund auf unser Verhalten hin zeigt, wird von vielen Menschen so gedeutet, als „wüsste“ der Hund genau, was in uns vorgeht und wie wir uns gerade fühlen. (BM/TAZ2010)
Definition
Die Rangordnung legt den individuellen Freiheitsgrad des eigenen Verhaltens im Umgang mit dem Sozialpartner und den Zugang zu bestimmten Objekten und Ressourcen fest.
Allgemeines
Hunde und Wölfe sind Rudeltiere und können nur in einer streng geordneten Hierarchie leben. Seit jeher bilden die Mitglieder dieser Gruppe eine Jagd- und Ernährungsgemeinschaft. Entgegen der Meinung wird ein Wolfsrudel nicht von einem Leitwolf geführt, sondern von einem Alpha-Rüden und einem Alpha-Weibchen. Zwischen erwachsenen Wölfen unterschiedlichen Geschlechts besteht, bei gleicher oder ähnlicher Rangposition, keine Dominanzbeziehung.
Geheimwaffe der Evolution “Konfliktvermeidung”
Hunde können sich weltweit und unabhängig ihrer Rasse verständigen. Die vom Menschen durch Zucht bewusst hervorgerufenen Degenrationen, wie Rutenlosigkeit oder kaum mehr sichtbare Gesichtsmimik, fordern vom Hund zum Teil „Ersatzsignale“. Eine verständliche Kommunikation kommt aber trotzdem zu Stande.
Das erste Ziel einer einfachen Kommunikation ist die Konfliktvermeidung (auch die Entwicklung der Sprache unserer Urahnen und das Tauschgeschäft (Geschenke machen) dürften in ihrer ursprünglichen Form dem Konfliktvermeiden, innerhalb der Gruppe und im Kontakt mit anderen Familienverbänden gedient haben).
Wäre dem nicht so, so würde sich der Vorteil gegenüber nicht so sozialen Nahrungskonkurrenten, in einer Gruppe mit flexiblen und friedlichen Verhaltensweisen zu leben, schnell in Luft auflösen. Aber auch bei den als Einzelgänger lebenden Tieren (wie Bären), die sich in der Regel nur zur Fortpflanzung treffen, wäre ohne diese beschwichtigenden Signale eine Fortpflanzung gar nicht möglich. Tierarten, die nur auf Konfrontation innerhalb der Art ohne jegliche Konfliktvermeidung aus sind, sind uns nicht bekannt, wie denn auch, sie sind bereits ausgestorben. Die Bereitschaft sich in eine Gruppe (Rudel) friedlich zu integrieren ist bei in Gruppen lebenden Tieren daher größer als der Drang die „Vormachtstellung“ zu übernehmen. Ausnahmen gibt es, wenn der alte Chef lebensbedrohliche Schwächen (z.B. Krankheit) zeigt die das Überleben der ganzen Gruppe gefährden.
Das Aufkommen von Aggressionen gegenüber dem Rudelführer innerhalb eines Wolfsrudels sollte daher als immer wiederkehrendes Antesten der rangniedrigen Tiere gesehen werden, ob der oder die „Alte“ noch alles im Griff hat und enden im Normalfall mit Beschwichtigung. Diese Tests sind niemals eigennützig, sondern dienen dem Überleben der Gruppe. Welpen und Jungtiere beteiligen sich nicht an diesen Tests.
Abwehrbellen
Ein Beispiel aus dem Alltag: Auf einer großen gut einsehbaren Wiese entdecken sich zwei starke und dominante Hunde. Mit großem trara und lautstarkem Bellen rasen beide Tiere aufeinander los, stoppen dann aber plötzlich ab, fixieren und analysieren den “Gegner” genauer.
Angstbellen
Furchteinflössende Gegenstände (z.B. eine flatternde Plane), Geräusche (Sylvester) oder Trennungsangst können neben anderen Ursachen diese Form des Bellens auslösen. In manchen Fällen kann auch eine tatsächliche Gefährdung des Hundes vorliegen. Auf dieses helle und hysterisch klingende Bellen, vermischt mit Jaulen und Schreien, sollte der Hundehalter immer reagieren, um zu vermeiden das eine tatsächliche Bedrohung für Leib und Leben des Hundes vorliegt. Bellt der Hund Gegenstände an, wie oben genannte Plane, handelt es sich um Unsicherheit des Hundes. Wir sollten dem Hund helfen, zu erkennen, dass keine Bedrohung von diesem Gegenstand ausgeht. Auf den Gegenstand zu füttern, selber Kontakt mit dem Gegenstand aufnehmen (ihn real anzufassen) und eine frühe Sozialisierung auf alle möglichen Gegenstände können hier helfen.
Frustrationsbellen
Diese Form finden wir häufig im Tierheim und/oder bei der Zwingerhaltung (bei Hunderassen die für diese Art der Haltung nicht geeignet sind). Die Hunde bellen in einem monotonen lang anhaltenden Interwall. Das dauernde allein sein und die nicht haushundgerechte Verwahrung führt bei vielen Hunden zu Frust und Stress. Dieser Frust äußert sich in stereotype (sich immer wiederholende) Verhaltensweisen. Das kann eben genanntes Bellen sein aber auch im Kreis laufen. Um hier Linderung zu schaffen hilft nur die Umwelt entsprechend anzupassen.
Bellen bei Aufregung
Jeder Hundebesitzer kennt das, vor positiver Aufregung und Vorfreude auf den nächsten Spaziergang wirbelt der Hund wie verrückt vor uns herum und bellt in hohen Tönen. Auch der Besuch eines vom Hund geliebten Ortes oder Spielgefährten kann dieses Bellen Auslösen. Aufregungsbellen darf nie bestraft werden. Im direkten Moment des Bellens sollte der Hund ignoriert werden. Vielmehr sollte versucht werden, den Stresslevel für den Hund zu minimieren.
Zum Erlangen von Aufmerksamkeit
Viele Hunde versuchen durch Bellen die Aufmerksamkeit des Besitzers oder eines potentiellen Spielpartners zu bekommen. Gelingt dieses nicht sofort, steigt oft der Ton immer weiter an und wird aufdringlicher. Bellt (Schimpft) man als Besitzer zurück, wird der Hund weiterbellen, denn es ist eine Kommunikation zustande gekommen, eine unangenehme zwar, aber immerhin etwas.

Lunas Kommentar:
*WuffWuff*
So genannte Machtspiele sollte man immer unterlassen. Wenn ich meinem Hund starr in die Augen blicke, dann bedrohe ich Ihn. Anstarren und Fixieren ist unter Hunden eine Drohgebärde. Schaut ihr Hund dann also weg, beschwichtigt er ihn.
Es gibt allerdings auch Hunde die sich auf dieses Spielchen einlassen.
In die Augen starren, sollte man selbst als Erziehungsmethode sein lassen.

Lunas Kommentar:
Ich weiß, wer bei uns der Herr bzw. die Frau im Hause ist, da sind solche Machtspiele überflüssig.