Lunas Hundewelt


22. Januar 2009

„Nein!“ und Okay!“

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:24

Nein! Und Okay! (oder “Brav” oder was immer Ihnen leicht über die Lippen kommt) sind sozusagen die Grundwörter der Hundeerziehung und genauso wichtig wie Halsband oder Leine: Nein! Ihre Art zu knurren, in etwas tieferer Stimmlage als übliche, während Okay! Ein Liebeslied ist, ein Hurra, ein Jubeln.

Mit Bestrafung oder Korrektur soll dem Hund beigebracht werden, was für ein Verhalten man nicht möchte: Lehren kann man dem Hund nur dann etwas, wenn es ruhig und nachvollziehbar ausgeführt wird. Einen Hund zu verprügeln, ihn für Stunden wegzusperren, ihn anzubrüllen ist keine gerechte, nachvollziehbare Strafe für einen Hund, sondern dient nur dazu, die verletzten Gefühle des Hundebesitzers zu befriedigen.
Wenn Ihr Hund so reagiert, wie Sie es von ihm wollten, loben Sie ihn immer deutlich dafür, dass er so außerordentlich klug ist. Er wird anfangs nicht genau wissen, wofür Sie ihn eigentlich loben, aber er wird begeistert sein: „Stimmt, ich war ziemlich wundervoll, sehe ich auch so“, wir seine Miene sagen.

Loben Sie Ihren Hund nicht kontinuierlich und andauernd dafür, dass es ihn gibt – sonst kann er gar nicht mehr unterscheiden, wann er etwas besonders gut gemacht hat.

Finden Sie die richtige Dosis für Lob und Strafe heraus. Manche Hunde können nur kurz und knapp gelobt werden, weil sie sonst völlig aus dem Häuschen geraten und die ganze Konzentration dahin ist. Manche Hunde sinken vor Erschütterung gleich ganz in sich zusammen, wenn man nur ein „Nein!“ flüstert, andere brauchen klare, feste, strenge Ansage.

Wenn Sie ihm ein ganz neues Kommando beibringen, müssen Sie ihn schon loben, wenn er nur andeutungsweise das tut, was Sie von ihm wollen.

Zur Strafe werden keine Zeitungen oder Gegenstände verwendet. Es wird auch nichts nach dem Hund geworfen – nur Ihre Stimme: fest, streng, deutlich.

Das Wort „Nein!“ ist das wichtigste Wort, das Ihr Hund lernen soll. Es hält ihn davon ab, unerwünschte oder gefährliche Dinge zu tun.

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Lob und Strafe

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:23

Lob und Strafe sind die Erziehungsmethoden, die schon die Mutter Ihres Hündchens bei dessen Erziehung angewendet hat: Wenn er etwas machte, womit sie zufrieden war, leckte sie ihm das Gesicht ab, wenn er frech war, knurrt sie ihn an. Alle Mütter jeder höher entwickelten Spezies funktionieren so. Lob und Strafe sind universell natürliche Erziehungsmethoden. Die meisten von uns arbeiten besser, wenn wir gelobt werden, als wenn wir kritisiert werden. Ihrem Hund geht es da nicht anders. Wenn Ihr Hund etwas richtig macht und Sie ihm gleich sagen „Fabelhaft Hund! Brav“, stehen die Chancen ziemlich gut, dass er es gerne wieder tut.

Warme Stimme, fröhlicher Gesichtsausdruck und Streicheln sind hervorragende Methoden, um Ihren Hund zu motivieren, das zu tun, was Sie von ihm wollen. Loben Sie ihr Hündchen dabei nicht zu überschwänglich, schlagen Sie nicht begeistert die Hände zusammen, springen Sie nicht auf und ab, unterbrechen Sie Ihr Erziehungsprogramm nicht vor lauter Glück, sonst ist die Konzentration dahin. Futterbelohnungen sind zwar praktisch, aber nicht unproblematisch.

Die meisten Hunde konzentrieren sich dann viel zu sehr auf den Inhalt Ihrer Manteltasche, statt auf Sie: Es ist besser, wenn Erziehung im Kopf Ihres Hundes stattfindet, anstatt in seinem Magen. Ein Lob bringt das kleine Gehirn Ihres besten Freundes zum Arbeiten, ein Belohnungskeks vor allem seinen Darm. Allerdings gibt es äußerst „sture“ Hunde, die sich überhaupt nur sehr schwer motivieren lassen, aber für die eine oder andere Belohnung alles tun. Wenn überhaupt, sollte man Futterbelohnungen nur sporadisch einsetzen (sowieso hat man sie meistens nicht dabei, wenn man sie braucht).

Essen ist Essen und Erziehung ist etwas ganz anderes. Eine Hündin straft oder korrigiert ihre Welpen sofort, schnell und gerecht, sobald ihre Grenzen überschritten werden. Sie knurrt, schnappt kurz, packt sie an ihrem Nackenfell oder drückt sie mit der Pfote auf den Boden – je nach Schwere des Vergehens. Und dann ist es vorbei. Sie rennt nicht hinter ihnen her und nörgelt „Nein, Struppi, lass das! Struppi , nein! NEIN, habe ich gesagt! Hörst du nicht? Nein, nein und nochmals nein!“ Sie arbeitet auch nicht mit Futterbelohnungen. Sie gibt ihm keine Kekse nebenbei, sie besticht ihn nicht mit Leberwurstbrot und schickt ihn auch nicht ohne Abendessen ins Bett. Und dennoch gehorchen alle Welpen ihrer Mutter trotzdem nach kürzester Zeit: Weil sie ihnen nämlich so genau vermitteln kann, was sie meint.

Sie brauchen Ihren Hund nicht anknurren oder sein Nackenfell zwischen die Zähne nehmen. Ein festes „Nein“ entspricht sehr gut einem Knurren. Das Packen des Nackenfells ist mit einem kurzen, schnellen Ruck und wieder Loslassen am Halsband mit der Leine vergleichbar, verbunden mit einem scharfen „Nein!“ und festem Augenkontakt: Es geht dabei nicht um Körperkraft, sondern um den richtigen Zeitpunkt – der genaue Moment nämlich, in dem Ihr Hund etwas tut, was er nicht soll.

Ihrem Hund ist das kurze Zuziehen des Halsbandes, verbunden mit der verbalen Ermahnung, unangenehm. Nach kurzer Zeit wird er bereits das Geräusch des Kettenhalsbands beim Zuziehen mit der Ermahnung verbinden und dementsprechend kann der Ruck ganz leicht werden – Struppi weiß genau, worum es geht. Seinem Hund zu erlauben sich hemmungslos in das Zughalsband „hineinzulegen“, ruiniert deshalb auch jeden Strafeffekt: Es ist ihm zwar unangenehm, dass er sich die Luft abschnürt, dadurch, dass das Gefühl aber nicht nachlässt, stemmt er sich nur umso mehr ins Halsband, um der Strangulierung zu entkommen. In sehr seltenen Fällen sind körperliche Strafen notwendig, wenn Ihr Hund sich wirklich grauenvoll benimmt, vor Ihren Augen vom Tisch die Weihnachtsgans stiehlt oder den Teppich frisst.

In diesen Momenten packen Sie Ihr Zauberhündchen am Nackenfell, schütteln es kurz und donnern Sie ein „Nein!“ mit deutlichem Drama und sehr strengem Blickkontakt. Niemals wird in solchen Fällen irgendein Objekt eingesetzt oder mit der zusammengerollten Zeitung geschlagen. Zeitungen sind zum Lesen da und jede Sekunde, die man mit dem Suchen nach einem geeignetem Gegenstand verbringt, ist ja längst eine verlorene Sekunde: Die Bestrafung kommt zu spät.

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Kommando Sitz!

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:22

„Sitz!“ ist ein wunderbares Kommando. Es bringt Ihren Hund dazu, sich auf Sie zu konzentrieren, wenn er eigentlich andere Dinge im Kopf hat, es bremst ihn vor dem Überqueren der Straße, es hält ihn still, wenn Sie ihn bürsten, sein Futter zubereiten oder sich mit dem Nachbarn unterhalten. Und Hunde lernen es gewöhnlich ziemlich schnell und zwar so:

Leinen Sie Ihren Hund an, damit er sich nicht mitten in der Übung davon machen kann. Stellen Sie sich neben Ihren großen Hund oder hocken Sie sich neben Ihren kleinen Hund. Während Sie mit sanfter Autorität „Sitz!“ sagen, drücken Sie sanft sein Hinterteil hinunter.

Sobald er sitzt, loben Sie ihn dafür, wie hochintelligent er ist. Wenn er dann begeistert aufspringen, loben Sie ihn das nächste Mal ruhiger oder nur mit Ihrer Stimme, damit er Ihr Lob nicht als Signal missversteht, dass die Übung jetzt vorbei ist. Erst mit dem Wort „Okay!“ erlauben Sie ihm aufzustehen. Er darf nicht selbst entscheiden, wann das Kommando beendet ist. Wiederholen Sie die „Sitz!“ – Übung vier- oder fünfmal. Dann machen Sie etwas anderes.

Sobald Ihr Hund die Grundidee des „Sitz!“ – Kommandos verstanden hat, erweitern Sie die Übung. Während Sie „Sitz!“ sagen und das Hinterteil Ihres Hund mit einer Hand hinunterdrücken, ziehen Sie mit der Leine das Halsband des Hundes mit einem Mini-Ruck leicht nach oben. Das wird später zur kleinen Erinnerung, wenn er sich mal nicht sofort setzt auf Ihr Kommando. Verringern Sie den Druck Ihrer Hand aufs Hinterteil immer mehr, bis die Hand unnötig wird.

Benutzen Sie „Sitz!“ ab jetzt immer, wenn Ihr Hund es Ihnen gerade sowieso gerne recht machen möchte: Bevor Sie ihm seinen Futternapf hinstellen – „Sitz!“; bevor er einen Keks bekommt – „Sitz!“; bevor Sie ihn zum Spaziergang anleinen – „Sitz!“; bevor Sie ihm seinen Stock oder Ball werfen – „Sitz!“. Immer muss dem Kommando nach angemessener Zeit das „Okay“ folgen, mit dem Sie ihm erlauben, wieder aufzustehen. Auf diese Weise können Sie das Kommando den ganzen Tag nebenbei üben. Voila.

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Kommando Platz!

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:21

Das Kommando „Platz!“ entwickelt sich aus dem „Sitz!“ – Befehl. Es ist schwieriger für den Hund als „Sitz!“, weil es große Selbstdisziplin von Ihrem Hündchen verlangt, aber eine sehr wichtige Lektion: Mit „Platz!“ lernt Ihr Hündchen, sich hinzulegen und ruhig zu verhalten. Außerdem ist es eine gute Dominanz-Übung: Sich Hinzulegen bedeutet für den Hund, seine dominante Haltung aufzugeben.

Beginnen Sie aus dem „Sitz!“. Leinen Sie Ihren Hund an und knien Sie sich neben ihn. Nehmen Sie sein Lieblingsspielzeug in eine Hand, seine Leine in die andere. Lassen Sie ihn an seinem Spielzeug schnuppern. Sagen Sie „Platz!“ und schieben Sie das Spielzeug langsam nach vorne vor seine Pfoten, sodass er dem Spielzeug folgt und sich dabei hinlegt. Braver Hund! Halten Sie ihn eine Weile in der „Platz!“ –Position, indem Sie Ihre Hand auf seinem Rücken lassen oder Ihren Fuß auf die Leine stellen, sodass er nicht aufstehen kann. Wenn er sich entspannt und nicht versucht, sofort wieder aufzustehen, entlassen Sie ihn aus seiner Pflicht mit „Okay!“

Manche Hunde müssen deutlicher gezeigt bekommen, was man von ihnen erwartet. Dann nehmen Sie aus dem „Sitz!“ seine Vorderbeine in die Hände und legen ihren Hund vorsichtig in die „Platz!“-Position. Braver Hund! Außerdem reagieren manche Hunde besser auf Kekse als auf Spielzeug, wenn sie sich ungern hinlegen.

Sobald Ihr Hund ansatzweise verstanden hat, was Sie mit diesem „Platz!“-Wort von ihm wollen, klopfen Sie mit der Hand vor ihm auf den Boden, wenn Sie „Platz!“ sagen.

Wenn die Übung gut klappen, fangen Sie an, mit Ablenkungen zu arbeiten: Arbeiten Sie unter verschiedenen Bedingungen mit ihm; lassen Sie ihn „Platz!“ machen, nach dem er auf der Hundewiese gespielt hat, um ihn anzuleinen; lassen Sie ihn auf dem Bürgersteig abliegen, bewegen Sie sich einen Schritt weg von ihm, um ihm das Kommando zu geben, dann zwei Schritte, etc.

Bleiben Sie geduldig, gehen Sie wieder einen Schritt zurück und helfen Sie Struppi, wenn die Ablenkungen dazu führen, dass er seine Konzentration verliert. Versuchen Sie es wieder. Verzweifeln Sie nicht.

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Kommando Fuß

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:20

„Bei Fuß“ oder „Fuß“  kann man auch schon mit Welpen üben. Ein Hund, der „Bei Fuß“ geht, ist das Gegenteil von den Hunden, die ihren Herrn die Straße herunterziehen, als wäre ihre eigentliche Bestimmung die eines arktischen Schlittenhundes. Ein Hund bei Fuß auf der linken Seite des Menschen mit dem Kopf auf Knie- oder Knöchelhöhe. Er geht, wenn Sie gehen, und hält an, wenn Sie anhalten. Klingt zu schön, um wahr zu werden? Keine Angst. Wenn Sie es kernen können, kann Ihr Hund es erst recht.

Über Sie das „Fuß“ Kommando draußen, im Garten auf einer ruhigen Straße oder in einem ruhigen Park. Ziehen Sie ihrem Hund das Zughalsband über. Lassen Sie ihn links neben ihrem linkem Bein/Fuß/Knie sitzen mit einem „Sitz“ – „Bleib“. Nehmen Sie die Leine in die linke Hand, sodass sie kurz ist, aber leicht durchhängt. Den anderen Teil der Leine mit der Schlaufe halten Sie in der rechten Hand. Sagen Sie „Komm – Fuß!“ und gehen Sie gleichzeitig los. Wenn Struppi losstürmt, sagen Sie „Nein“ geben Sie ihm einen kurzen Ruck mit Halsband und Leine und holen Sie ihn zu sich zurück; wiederholen Sie das „Bei Fuß!“ oder „Fuß“ und gehen Sie weiter.

Versuchen Sie nicht, Ihren Hund dazu zu zwingen, neben Ihrem Knie zu marschieren, indem Sie ihn mit straffer Leine dort halten. Wenn er ein paar Schritte „bei Fuß“ geht, ohne an der Leine zu ziehen, loben Sie ihn, lassen ihn wieder sitzen, und üben der „Fuß!“ noch einmal. Klopfen Sie sich auf den linken Oberschenkel, damit er Sie ansieht, sprechen Sie mit ihm, loben Sie ihn mit warmer Stimme für jeden Schritt, den er richtig „bei Fuß!“ macht. Und dann spielen Sie mit ein Paar Runden Ball oder Stöckchen werfen, damit er die Anspannung loswerden kann.

Später wiederholen Sie die Übung. Diesmal muss er sich jedes Mal, wenn Sie stehen bleiben auf „Sitz!“ hinsetzten: Im Laufe der Zeit soll dies ein automatisches „Sitz!“ werden, sobald Sie stehen. Wenn Sie Stehen bleiben, geben Sie mit Leine und Halsband einen kurzen Ruck nach oben und sagen Sie „Sitz!“. Loben Sie ihn, wenn ersitz. Gehen Sie dann mit „Lumpi – bei Fuß“ weiter. Bleiben Sie wieder stehen, sagen Sie „Sitz!“, etc.

Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie und Ihr Hund bei dieser Übung anfangs aussehen werden wie ein Slapstick-Team. Ihr Hund wird in die falsche Richtung laufen oder genau vor Ihre Füße; Sie werden ständig an seinem Halsband rucken und „Fuß!“ sagen. Na und? In dem Augenblick, in dem Ihr Hund plötzlich verstanden hat, was Sie von ihm wollen, werden Sie endlich aussehen wie ein Traum-Team.

Sobald Sie merken, dass sein „Fuß!“ sicherer wird, variieren Sie das Thema: Gehen Sie in Achten eng um einen Baum oder Mülleimer herum, damit er auf Ihr unvorhersehbares Schrittmuster achten muss. Traben Sie plötzlich los, während er „bei Fuß!“ gehen soll, halten Sie an. Lassen Sie ihn absitzen, loben Sie ihn, gehen Sie wieder weiter, eng um den nächsten Mülleimer oder Gartenstuhl herum, traben Sie wieder locker los, hüpfen Sie mit Struppi bei Fuß über Baumstämme. Wenn Sie dabei dauernd lachen müssen, kein Problem: Sie sehen in der Tat ziemlich albern aus, aber wen kümmert das, wenn Sie soviel Spaß haben?

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Kein Ziehen an der Leine

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:19

Es ist kein Spaß, mit einem Hund spazieren zu gehen, der der Meinung ist, er wäre Teil eines sibirischen Schlittenteams und sein Mensch hinter sich ein schwerer Lastschlitten. Wenn Ihr Hund zieht, können Sie ihn mit der gleichen Kraft zurückziehen. Bei kleinen Hunden mag das funktionieren, obwohl es lästig ist. Bei großen, massiven Hunden allerdings ist dieses Vorgehen harte Arbeit, und außerdem werden Sie früher oder später um Physiotherapie nicht herumkommen. Viel wirksamer ist es, Struppi daran zu erinnern, das sein Job ist, auf Sie zu achten. Sie geben das Tempo vor, nicht er.

Leinen Sie Ihren Hund an. Gehen Sie mit ihm aus der Tür, und sobald er beginnt, an der Leine zu ziehen, gehen Sie in die andere Richtung. Wenn er dann wieder vorläuft und sich erneut in sein Halsband hängt, gehen Sie sofort in die andere Richtung. Es kann sein, das Sie bei diesem ersten Gang auf diese Weise nicht sehr weit kommen. Bleiben Sie geduldig. Er wird irgendwann verstehen, dass es besser auf Sie achtet, sonst kommt er überhaupt nirgends mehr an.

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Hundepfeife ja oder nein?

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:19

Eine Hundepfeife. Wenn Sie immer und in allen Lebenslagen fabelhaft pfeifen können, können Sie auf die Pfeife verzichten. Gerade aber, wenn Ihr Hund zu einer Rasse gehört, der sich gerne weit von Ihnen entfernt, ist der spitze Ton der Hundepfeife nicht zu verachten: Die kann er hören, ob`s stürmt oder schneit, blitzt oder donnert, egal, wie laut die Enten schnattern oder der Trecker brummt.

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Geduld und Konsequenz

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:17

Das Schwierigste daran, einen Hund zu erziehen, ist eigentlich, immer unglaublich geduldig und konsequent zu bleiben. Sie müssen eine Routine schaffen, an die Sie und Ihr Hund sich halten können: Wie bei kleinen Kindern gibt Routine Hunden Sicherheit, während es für Sie dann zum normalen Tages – Programm wird, wie Zähneputzen, und nichts, was Ihren Tag durcheinander bringt:

Gehen Sie zu möglichst gleichen Zeiten spazieren, machen Sie die Erziehungsarbeit zu bestimmten Zeiten, nachdem er sich gelöst hat, geben Sie ihm einen Hundekuchen, bevor er zur Nacht auf seinen Platz geschickt wird. Werden Sie einschätzbar. Geben Sie ihm etwas, worauf er sich freuen kann.

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Der Ton macht die Musik

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:16

Brüllen Sie Ihren Hund nicht an. Hunde hören etwa 12-mal so gut wie Menschen, er hört Sie also auch sehr gut, wenn Sie nur flüstern. Wenn er nicht auf Sie achtet, wird Ihr Geschrei auch keinen Unterschied machen. Bringen Sie Ihren Hund stattdessen bei, dass es sich lohnt, auf Sie zu achten: Sie sorgen für Liebe, Spaß und Abenteuer.

Aber nur, wenn er Ihnen zuhört. Geben Sie Ihre Kommandos in normaler, heiterer Stimmlage. Loben Sie ihn, wenn er es richtig macht. Wenn Sie Ihren Hund unterbrechen oder zurechtweisen, schreien Sie nicht herum, sondern sprechen Sie mit fester Stimme, streng, ruhig und deutlich.

Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihrem Hund eine neue Sprache beibringen. Er hat bisher nicht die geringste Ahnung, was das Wort „Sitz!“ bedeuten soll. Es ist Ihr Job, ihm die Bedeutung dieses Wortes langsam beizubringen. Wenn Sie ihn plötzlich anbrüllen oder bestrafen, weil Ihnen Geduld ausgeht, wird er Sie für unzurechnungsfähig halten und Ihnen nicht mehr trauen.

Wenn Sie in China in ein Taxi steigen und mühsam die Adresse mitteilen und der Taxifahrer schreit Sie plötzlich an, fühlen Sie sich dann motiviert, die Unterhaltung fortzusetzen? Na bitte! Wenn Sie einen schrecklichen Tag hatten und genervt und angespannt sind, lassen Sie das mit der Erziehung für heute. Wenn Sie krank sind lassen Sie das Training lieber ausfallen.

Sie können unter solchen Umständen nicht richtig oder gerecht reagieren, das ist physisch unmöglich. Wie gesagt: Zur Hundeerziehung brauch der Mensch Ruhe, Geduld, Konsequenz und eine gute Reaktion.

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Der richtige Zeitpunkt

Kategorie: Hundeerziehung – Luna – 12:15

Hunde denken sehr einfach: Die Dinge sind entweder richtig oder falsch. Dazwischen gibt es nichts: „Ein bissen falsch oder nicht so schlimm“ gibt es bei Hunden nicht. Entweder, man macht etwas oder man macht es nicht. Ganz leicht oder? Loben Sie Ihren Hund also, wenn er etwas richtig macht, geben Sie ihm Ihre Genehmigung, wenn Sie sehen, dass er gerade etwas tun möchte, das Sie befürworten. Aber unterbrechen Sie Verhalten, das Sie nicht wollen, bevor es passiert und rügen Sie Fehler, während Sie geschehen. Niemals hinterher. Das kann der Hund nicht verstehen. Hunde leben ausschließlich im Moment. Sie denken nicht an gestern oder morgen. Sie haben auch kein gutes oder schlechtes Gewissen.

Das hat nur der Mensch und auch dafür gibt es Beweise. Wenn Ihr Hund den Mülleimer ausräumt, mit einem anderen Hund spielt oder eine Spur verfolgt, denkt er nicht darüber nach, was nachher passieren könnte. Wenn er hinterher angeschlichen kommt, wenn Sie ihn rufen, liegt das an Ihrer bedrohlichen Körperhaltung, die ihn ängstlich die Ohren anlegen lässt. Um Ihren Hund klarzumachen, was man billigt und was nicht, ist es absolut notwendig, für Strafe oder Lob, Unterbrechungen, Genehmigungen oder Verbote absolut den richtigen Moment zu erwischen. Sie müssen ihn genau dann loben, wenn er etwas Richtiges tut. Wenn Sie ihn heran rufen und er kommt, loben Sie ihn, sobald er bei Ihnen angekommen ist.

Wenn Sie ihm das Kommando zum Sitzen geben, loben Sie ihn, sobald sein Hinterteil den Boden berührt. Dasselbe gilt für Unterbrechungen oder Strafen: Wenn Sie sehen, dass Ihr Hund etwas vorhat, was Ihnen nicht gefällt – er überlegt sich, ob er mit seinen Matschpfoten aufs Sofa springen soll, er misst mit den Augen ab, ob der Käsekuchen auf dem Teetisch vielleicht mit einem einzigen Biss in sein Maul passt – unterbrechen Sie ihn sofort: „Struppi nein!“ Das macht Eindruck.

Sie haben bewiesen, dass Sie Hundegedanken lesen können. Sie sind der Überhund, Man nimmt sie besser ernst. Einige Sekunden später und Sie haben den richtigen Moment schon verpasst: Struppi hat beschlossen, dass ihm nicht nach Käsekuchen ist oder dass er sich im Garten noch einmal im Dreck wälzen will, bevor er sich aufs Sofa legt – jedenfalls hat er sich schon abgewendet, schnüffelt vielleicht an seinem Ball und Sie sagen unvermittelt: „Struppi vergiss es!“ Er starrt Sie an, völlig durcheinander.

Wieso soll er seinen Ball nicht ansehen? Was wollen Sie überhaupt? Eine ganze halbe Stunde später und Ihr Hund weiß längst nicht mehr, wovon Sie reden: der Käsekuchen ist bereits durch sein Verdauungssystem passiert, Ihr Hund hat in der Zwischenzeit die Katze geneckt oder ein Nickerchen gemacht und Sie bekommen plötzlich einen hysterischen Anfall, wenn Sie die leere Kuchenplatte entdecken: Zu spät.

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